Wenn ihm nichts mehr einfiel, lehnte er sich zurück, machte ein Nickerchen, träumte und verarbeitete anschließend den Traum in seinem Film.
Spielerisch wie ein kleines Kind modellierte er an seiner eigenen Welt, bis sie mit jedem weiteren Film immer vollkommener und individueller wurde. Es gab niemals vergleichbare Bilder in der Filmgeschichte und niemand traute sich, die fellineske Welt in eine Form hineinzupressen, um sie zu reproduzieren, ein Ebenbild zu schaffen. Zu komplex und zu detailreich müsste diese Form sein... unnachahmlich ist sie.
Spielerisch wie ein kleines Kind modellierte er an seiner eigenen Welt, bis sie mit jedem weiteren Film immer vollkommener und individueller wurde. Es gab niemals vergleichbare Bilder in der Filmgeschichte und niemand traute sich, die fellineske Welt in eine Form hineinzupressen, um sie zu reproduzieren, ein Ebenbild zu schaffen. Zu komplex und zu detailreich müsste diese Form sein... unnachahmlich ist sie.
Fellini liebte die Menschen und ihre Geschichten, so unspektakulär sie in Wirklichkeit auch sein mochten. Gestalten in einer Welt aus Theater, Kunst, Traum und Groteske. Und es sind vor allem immer ihre Gesichter. Er zeigte ihr Individuum und ließ sie ihre eigenen Storys erzählen; Frauen und Männer von der Straße, denen wir wahrscheinlich keine Beachtung schenken würden; herausgegriffen aus der Masse. Viele von ihnen sagten nur einen Satz und wurden danach ihrem Schicksal überlassen, trotzdem gehörten sie zur Verzierung des Gesamten.In seinem Werk umarmte er seine Figuren als wären es seine eigenen Kinder und genauso verbeugt er sich vor den Orten, von denen er erzählte. Vor allem seine geliebte Stadt Rom; die schönste und ehrlichste Umarmung, die man sich vorstellen kann. Eine Collage aus alltäglichen Geschehnissen und Beobachtungen; der Kontrast zwischen dem Antiken und dem Modernen und im Mittelpunkt permanent diese wundervollen Leute; jeder ein Freund, ein Clown, ein Künstler, ein Liebender.
Ein kleines, und doch gigantisches, surreales Universum zusammengesetzt aus nostalgischen Erinnerungen und symbolischer Poesie. Eine unglaubliche, surreale Welt mit dieser permanenten Erinnerung daran, dass jedes Gesicht interessant ist; das „Hässliche“ und das Ungewöhnliche so magisch schön, und um so mehr die Person dahinter. Sich in dieser Welt verlieren zu können, wäre schlichtweg das Größte.
Eine chronologische Erinnerung in Bildern:




Schemen- und schleierhaft wie eine piktorialistische Fotografie eines frühen Edward Weston wirkt dieser Film. Außerdem Dreyers erster Tonfilm; man merkt wie er noch von diesem neuen Medium und Gestaltungsmittel eingeschüchtert ist, weil der Einsatz von Sprache so extrem sparsam ist. Der Däne drehte in Deutsch, ließ die Darsteller daher ihre wenigen Texte phonetisch lernen.
Kein Shakespeare-Fan, doch wenn der dicke Orson (damals noch nicht ganz so dick) etwas in die Hände nimmt, wird das meiste zu Gold, oder verdient zumindest Beachtung. Und seine Othello-Verfilmung sowieso. Das besondere an Welles’ Filmen: schon nach wenigen Bildern weiß man, dass es ein Welles-Film ist, weil er seine Kamera immer da hingestellt hat, wo es sonst kein anderer Mensch tun würde; vermutlich irgendwo ganz tief auf dem Boden liegend, so dass jeder auf dem Set darüber stolperte. 

Und schon wieder was gutes von Akira. Und außerdem die erste Zusammenarbeit vom Meister und seinem treusten Diener Toshiro Mifune, der hier noch seine Samurai-Rüstung zu Hause gelassen hatte, die er aber später fast nie mehr ablegte. Ich erkannte ihn nicht auf Anhieb. Gerade deswegen. Und weil er noch jung, frisch und munter aussieht. 

